| Der Mensch hat, als selbst unvollkommenes Wesen, die Idee von Gott (welcher den Menschen nach seinem Bilde schuf) als einem vollkommenen Wesen. So wäre dann die perfekt anmutende Abbildung eines realen Gesichts oder Kopfes bestenfalls die Reproduktion einer unvollkommenen Nachahmung der Idee.
"Kopf", 1996 Mischtechnik auf Hardboard, 32 x 22 cm Big (78K) auf Klick Der Verzicht auf detaillierte Ausarbeitung von Gesichtszügen, das Abwenden vom Konkreten ist Reduktion im besten Sinne: Weglassen von allem Unwesentlichen, um dem Wesentlichen näher zu kommen.
Und dann ist ja auch die hochabstrakte Darstellung eines Kopfes, der – ohne “vordergründig“ - sichtbar zu werden - uns doch die Idee des Kopfes gibt, mitnichten einfacher als gutes, gegenständliches Porträt einer Person, die uns dann auch als Bild vertraut erscheint.
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