| Bilder kauft man in der Galerie – das weiß jeder, Photos vielleicht auch, aber wie bitte schön, kommt man an Kunstvideos?
Es ist erstaunlich: Der Zugang ausgerechnet zur medialen Kunstform, die an der Reproduzierbarkeit so sehr leidet und litt, ist am schwierigsten. Videobänder werden teilweise wie Ölgemälde gehandelt, obwohl ihre mediale Zweckbestimmung doch nicht anders als bei der Musik darin liegt, Verbreitung zu finden. Wie lassen sich die auch finanziellen Notwendigkeiten für Künstler und Vertriebe vereinbaren mit dem Kunstmarkt? Diktiert der Markt den Glauben an das Original oder fehlen mediale Distributionsformen wie ein Online-Angebot, um das Video als reproduzierbare Kunstäußerung auch außerhalb der Sammlergemeinde marktfähig zu gestalten?
Es gibt weltweit nur wenige Vertriebe, die es sich zur Aufgabe setzen, Kunstvideos zu verleihen oder zu verkaufen, und darin auch reüssieren. In der Ausstellung Video/ökonomie – Vertriebe im Weltformat werden die wichtigsten Vertriebe und einige Galerien mit ihren Künstlern vorgestellt. Den aufgeworfenen Fragen wird in Form einer Umfrage nachgespürt. Anlässlich der Eröffnung vertieft eine Diskussion die Einblicke in die Videodistribution: »Zwischen Kunst und Film, welche ökonomische Distribution entspricht dem Video?«
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