| Das Hauptziel des Projekts “Resonanzen. Körper im elektromagnetischen Feld” ist es, den menschlichen Körper (sowie andere lebende Organismen) zugleich als Quelle, Widerhall, Sender und Widerstand elektromagnetischer Wellen zu betrachten. Ebenso werden die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen dem, was man “organische” Sensoren und von Menschen geschaffenen Konstrukte nennen könnte, hinterfragt. Im Rahmen des Projektes soll die Natur der unsichtbaren, aber identifizierbaren materiellen Kräfte untersucht werden, um herauszufinden, wie diese dynamischen Energien sich auf unsere Sinneswahrnehmung auswirken.
Ausgangspunkt dieser Untersuchungen ist das Werk Nicola Teslas (1856-1943). Von den zahlreichen visionären Konzepten Teslas stehen viele in einem Zusammenhang mit diesem Projekt, darunter die Entwicklung der drahtlosen Kommunikation, die Entwicklung von Robotern und die Aussicht auf die Telepräsenz. Auch die Beteiligung des Beobachters an der Konstruktion der Wirklichkeit (in Vorwegnahme der virtuellen Realität) sowie der Magnetismus von Körpern waren ein Thema von Teslas langfristigen Untersuchungen. In Analogie zu dieser Fragestellung befasst sich das Werk der ausgewählten kanadischen Künstler primär mit elektromagnetischen Phänomenen und der Art und Weise, wie diese sich auf organische Körper auswirken und mit diesen interagieren.
Kuratoren: Nina Czegledy, Louise Provencher, Sabine Himmelsbach und Peter Weibel
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