| Der brasilianische Regenwald schrumpft: Jeden Tag wird durch Rodung, Viehzucht, Energie- und Rohstoffgewinnung eine Fläche in der Größe von rund 8.000 Fußballfeldern zerstört. „Amazonas” soll in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Region dazu beitragen, das Bewusstsein für diesen bedrohlichen Prozess zu schärfen. 33.000 Yanomami bilden eine Sprach- und Kulturgemeinschaft, die im Grenzgebiet von Brasilien und Venezuela lebt. Gemeinsam mit ihnen haben europäische und brasilianische MedienkünstlerInnen, Komponisten, Soziologen und Anthropologen ein Konzept für das Musiktheater entwickelt, das aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und die indianische Kosmologie und Spiritualität gleichermaßen einbezieht. Zugleich wird auch der Begriff eines multimedialen Musiktheaters neu entwickelt: Zeitgenössisches Musiktheater und Medienkunst fließen ineinander, Musik wird sichtbar, Bilder und Daten hörbar.
Die Aufführungen werden veranstaltet von SESC Pompéia, rua Clélia, 93, Pompéia, São Paulo, Brasilien. Weitere Infos und Tickets unter www.sescsp.org.br
Über eine Veröffentlichung dieser Mitteilung würden wir uns sehr freuen. Bildmaterial finden Sie hier zum Download: http://zkmserv3.zkm.de/Presse/Amazonas.zip
„Amazonas – Musiktheater in drei Teilen” ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, des SESC São Paulo, der Hutukara Associção Yanomami und des Teatro Nacional de São Carlos, Lissabon.
Künstlerische Gesamtproduktion: Peter Ruzicka, Peter Weibel, Laymert Garcia dos Santos
1. Teil: TILT, Musik: Klaus Schedl 2. Teil: A Queda do Céu (Der Einsturz des Himmels), Musik: Tato Taborda 3. Teil: Amazonas-Konferenz. In Erwartung der Tauglichkeit einer rationalen Methode zur Lösung des Klimaproblems, Musik: Ludger Brümmer
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