| RECORD > AGAIN! - 40jahrevideokunst.de - Teil 2 erforscht die Geschichte der deutschen Videokunst von ihren Anfängen in den 60er und 70er Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts.
Videogeschichte erforschen bedeutet heute vor allem zunächst einmal, das audiovisuelle Material der vergangenen Jahrzehnte wieder sichtbar zu machen. Vieles lagert vergessen in Museumsdepots und Künstlerateliers, ohne dass es angeschaut werden kann. Die Abspielgeräte für die auf Spulen im Ein-Zoll-, Halb-Zoll- oder gar Viertel-Zoll-Format, auf seltsamen quadratischen oder auch fünfeckigen Kassetten gespeicherten Inhalte sind verschwunden oder defekt. Die Bänder selber sind zudem kaum mehr lauffähig, da sie begonnen haben, sich allmählich aufzulösen und zu verkleben. Um diesen Verfall zu stoppen, wurde 2004 am Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie das Labor für antiquierte Videosysteme eingerichtet. Inzwischen verfügt es über einen großen funktionierenden historischen Gerätepark gepaart mit moderner digitaler Technik, der es ermöglicht, über 50 obsolete Videoformate der 60er bis 80er Jahre wieder sichtbar zu machen, hochwertig zu digitalisieren und damit für die Nachwelt zu erhalten.
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