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Einer von nur Zweien - der Südtioler Ausnahmepilot Jörg Wiedenhofer im Superheli
Muss man vollkommen furchtlos sein, wenn man tagtäglich im Luftraum unterwegs ist oder ist man sich stets der Gefahr bewusst? JW Ich sage immer, ein guter Pilot hat immer a bissele Angst und Respekt. Diejenigen, die das nicht haben, sind immer in Gefahr und haben oft ein schlimmes Ende genommen, da man übers Limit geht.
Was ist denn das Limit? JW: Es ist schwer über ein Limit zu sprechen, da es für jeden Pilot woanders liegt. Das ist das größte Problem in der Fliegerei, das sogenannte “ troubleshooting", da gibt es unendlich viele Theorien. In der Realität kann man aber nicht schnell nachlesen, was man nun tun soll, außerdem reagiert jeder Pilot anders, hat andere Erfahrungen, Geländekenntnisse, etc. Im Normalfall geht man nicht ans Limit, man muss immer in der Situation sein, dass man "safe" ist. Es gibt diesen Spruch "no limits" aber "nicht in der Fliegerei", wer das sagt ist lebensmüde.
© Foto: privat Was meinte denn die Familie zu deiner Berufswahl? JW: Ach meine Familie hat mich am Anfang nur für verrückt erklärt, so auch meine Freunde. Keiner hatte es mir zugetraut, vielleicht habe ich genau deshalb am Anfang in Kalifornien die Zähne zusammengebissen: um es jedem zu zeigen! Vorher hat nämlich keiner so richtig an mich, zu verwegen schien allen meine Aktion. Worin liegen die wichtigsten Unterschiede zum Fliegen eines Flugzeugs? JW: ein Flugzeug ist viel leichter zu fliegen denn es geht immer gerade aus, der Schwerpunkt dort ist das Landen und Starten. Dafür kann der Flieger kann nicht in der Luft stehen bleiben, wie der Heli und kann auch nicht z.B. ein Seil darunter hängen und Präzisionsmontagen ausführen! Darüber hinaus fliegt ein Flugzeug 90% mit einem Autopiloten, das Helifliegen reine Gefühlsache ist und sehr schwierig ist.
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