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Sterne für Heidelberg oder die „Schwarze Kunst“ am NeckarJetzt kann man sich in Heidelberg schon im angenehm warmen Spätsommer auf Weihnachten freuen: Die Stadt bekommt im Winter ihr erstes Sternerestaurant. Gut, dass wir es rechtzeitig erfahren haben, denn um in Manfred Schwarzens Edelgourmet-Tempel schlemmen zu können, sollten Otto und Ottilie Normalverbraucher im Vorfeld eine paar Cent zurücklegen.
Aber dafür wird der Abend sicher etwas ganz Besonderes werden. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss mehr denn je stimmen“, erzählt der lebhafte Schwabe, der zu den zehn besten Küchenchefs der Republik gehört. Die Liste seiner internationalen Auszeichnungen ist lang, die der Prominenten, die er bekocht hat, auch. Von Schumacher bis Jelzin waren alle in der Pfalz, was Rang und Namen hat. Um so erstaunlicher erscheint es, wie unprätentiös und natürlich der Vielgeehrte im Umgang mit Normalsterblichen ist. Ob es an der Herkunft liegt? 1956 in Waiblingen geboren, sollte er eigentlich in die Fußstapfen seines Vaters treten und Medizin studieren. Daß es anders kam, lag unter anderem an einem kleinem Trick der Erzeuger, dem Junior die nicht so arg geliebten Kulturreisen der Eltern schmackhaft zu machen. Sie versprachen, „wir gehen hinterher gut essen,“ lacht der Vater dreier Kinder. „Ich habe meiner Mutter schon früh über die Schulter geschaut“, erinnert er sich weiter und schließlich habe er schon als Vierzehnjähriger den Gästen seiner Eltern Vier-Gänge-Menüs gekocht.
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