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Viola Eigenbrodt in der Virtuellen Kulturregion SWO über Dr. William Sax

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Skelette, Geister und Schamanen – Geheimnisvolle Funde auf dem Dach der Welt

Dr. William Sax ist Ethnologe und der jüngste C4 Professor Deutschlands. Bevor er vor vier Jahren an das Südasien Institut in Heidelberg kam, war der 1957 geborene Amerikaner viel in der Welt herum gekommen. Schon 1977 brach er zum erstenmal nach Indien auf. „Eigentlich wollte ich Jura studieren“, lächelt der Abenteurer, „als Akademiker habe ich mich nicht gesehen!“ Kaum angekommen, lernte er die Landessprachen und blieb zwei Jahre. Schon damals hörte er von geheimnisvollen Knochenfunden und einem mystischen See. „Ich habe mich damals in Indien verliebt“, erklärt Sax seine geänderte Wahl, denn statt Rechtsanwalt wurde aus ihm ein herausragender Südasienkenner. Zurück in den Staaten brachte er ein Hindi-Diplom mit und studierte dann Südasien-Studien, Asiatische Sprachen und Literatur, und hatte nach wenigen Jahren den Magister in der Tasche, im Fach Anthropologie. Die Arbeit beschäftige sich mit Wallfahrten und Theater und legte einen Teil seiner späteren Forschungsgebiete fest. Entscheidend war dann das Thema seiner Doktorarbeit, in der er den Kult einer lokalen Hindugöttin und das Leben der Dorffrauen erforschte. Dabei stellte er eine Hypothese über ein überaus merkwürdiges und gruseliges Phänomen mitten im Himalaya auf. 1942 machte eine Expedition in der nordindischen Region Garwhal eine sehr mysteriöse Entdeckung: In über 5000 Meter Höhe lag versteckt ein See mit einer bisher einzigartigen Uferpromenade: Er war umfasst von menschlichen Knochen. Hunderte von Gebeinen lagen verstreut herum. „Es existieren eine Menge Theorien über die Herkunft der Überreste,“ erzählt der Wissenschaftler, seine eigene wurde unlängst bestätigt.

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