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Eine Frau, viele Taten und nun der "alternative Nobelpreis": die Südtirolerin Monika HauserFrage 2: FindenSie in dieser Zeit der Verunsicherung durch Wirtschaftskrisen immer noch offene Ohren in diesen Regionen der Erde wie Mitteleuropa, die trotzdem zu Spenden bereit sind?
Antwort: Nein, einen Spendeneinbruch gab es zum Glück nicht, allerdings muss ich sagen, dass wir insgesamt noch zu wenig Spenden haben, für all die Arbeit, die gemacht werden muss. Meistens kommen die Spenden von Frauen, manche haben gar nicht viel, aber spenden regelmäßig, manche können mehr geben. Aber es gibt auch Männer, die uns helfen. Unabhängigkeit wäre natürlich für uns das Größte.
Monika Hauser © Foto: Günter Dürr Frage 3: Was gibt Ihnen Kraft?
Antwort: Einiges, vor allem aber der Erfolg. Wenn ich höre, dass Frauen, denen wir helfen konnten, die Hilfe nicht nur angenommen, sondern weiter entwickeln haben, das gibt Kraft.
Frage 4: Kann Kunst oder könnten Kunstprojekte den terrorisierten Frauen als eine Art Überlebenshilfe behilflich sein, gibt es womöglich schon Projekte solcher Art?
Antwort: Ja, es gibt eine Theatertherapeutin von uns in Albanien, Frauen, die fotografieren oder Maltherapien. Kunst ist eine andere Form der Kommunikation, wenn einem die Worte fehlen, denn darüber zu sprechen, was einem widerfahren ist, ist oft sehr sehr schwer. Die Medien gehen nämlich oft nicht gut mit traumatisierten Frauen um, weshalb wir auch Schulungen für Journalisten anbieten. Aber sich überhaupt ausdrücken zu können, sei es auf der Bühne, bei Musik oder Malerei ist sicher ein gute Möglichkeit, nicht zu erstarren.
Frage 5: Wie hoch ist denn Ihr Anteil an der Entstehung der Vinschgauer Initiativgruppe von Medica Mondiale ?
Antwort: Das ist eine schwierige Frage, weil die Frauen eigentlich alles alleine gemacht haben. Sie wollten einfach Monika Hauser unterstützen. Das war alles.
Frau Hauser, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch!
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