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Eine Frau, viele Taten und nun der "alternative Nobelpreis": die Südtirolerin Monika Hauser"Immer, wenn sie hier ist, muss ich irgendetwas unterschreiben, weil sie Unterschriften sammelt," erzählt lachend der Künstler Jörg Hofer, der in Laas im Südtiroler Vinschgau quasi ihr Nachbar ist und der sie schon sehr lange und gut kennt. Obwohl sie in der Schweiz aufgewachsen ist und in Deutschland lebt, schlägt ihr Herz für Südtirol, wo sie sooft sie kann, hinkommt. "Ich habe einen italienischen Pass, warum sollte ich das ändern", meint die dynamische Ärztin.
Monika Hauser © Foto: Günter Dürr Allzu oft kommt sie aber nicht in die Heimat, denn die Gründerin der Organisation "Medica Mondiale" hat einen äußerst straffen Terminplan, um all dies erreichen zu können, was sie erreicht. Und für so viel Engagement und Mut hat sie im Dezember den �Right Livelihood Award", der oft als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird, bekommen. Sie wurde ausgezeichnet �für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen", so die Begründung. "Für diese Ehrung danke ich der Jury des Awards. Und ich danke meiner Familie und meinen Kolleginnen auf der ganzen Welt, dass sie unsere gemeinsame Vision mittragen, um eine bessere Welt für Mädchen und Frauen zu realisieren", mit diesen Worten bedankte sie sich während ihrer Rede in Stockholm. In Südtirol war Monika Hauser im Februar und hielt nicht nur einige Vorträge in Bozen und Meran, sondern wurde in Laas noch einmal ganz besonders geehrt. Während einer Feier wurden dabei nicht nur die üblichen Ansprachen gehalten und Geschenke überreicht, sondern auch ehrlich Bewunderung einer Frau gegenüber zum Ausdruck gebracht, die sich mit ganzem Herzen und ganzer Kraft gegen Unmenschlichkeit und Gewalt einsetzt. Monika Hauser zeigte sich gerührt, und erklärte, dass dies eine wunderbare Ehre für sie sei und eine Stärkung für ihre weitere Arbeit. So hat sich auch im Vinschgau eine Initiativgruppe zu "Medica Mondiale" geründet, die zum Festakt in Laas vorgestellt wurde. Auch wenn es eigentlich unglaublich ist, dass alle diese Grausamkeiten, diese Gewalt und diese Verbrechen erst durch politische Entscheidungen verfolgt werden können, und nicht selbstverständlich als das gelten, was sie sind: Monika Hauser immer noch lange nicht am Ende ihres steinigen Weges angekommen, zu tun gibt es - leider - immer noch viel zu viel. Uns hat die Preisträgerin dazu einige Fragen beantwortet.
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