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Big in Japan oder Finkenbach for ever?
Oberguru Mani Neumeier weilt zur Zeit in der RegionEs gibt eigentlich wenig, was man dem schon Bekannten über Mani Neumeier hinzu fügen könnte, schließlich kennt ihn nun wirklich fast jeder, oder besser gesagt seine Band, „Guru Guru“. Urgestein der deutschen Rock bzw. Rockjazzgeschichte, einer, der trotz mittlerweile vorgerücktem Alter noch lange nicht zu den „alten Säcken“ zählt, die nach zwanzig Jahren Tiefschlaf plötzlich wieder im Zuge des Siebziger-Revivals auf Tour gehen. Nein, so ist er beileibe nicht.
Mani Neumeier, wie wir ihn kennen "Guru-Guru gab es immer", lächelt er in einer Mischung aus Ernst und Verschmitztheit, nur die langen schwarzen Haare, die gibt es nicht mehr. Dass Neumeier an Silvester 2000 sechzig Jahre alt wurde, hätte man dann ohne weiteres auch nicht gedacht, er atmet nämlich durch jede Pore Lebenskraft und Vitalität. „Seit sechsundzwanzig Jahren mache ich Za-Zen“, berichtet der Drummer, der sich in seinem gepflegten Garten mit japanischen Elementen entspannt, von Wildheit und ungebändigtem Temperament keine Spur, jedenfalls nicht hier. Seinen neue Liebe, die Japanerin Etsuko Watanabe, serviert Grünen Tee und hält sich vornehm zurück, ohne dabei unterwürfig zu sein. Das würde auch zu einem so sehr in sich selbstruhenden und selbstbewußten Mann wie Neumeier überhaupt nicht passen.
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