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© Foto: Viola Eigenbrodt Ein “Arbeitsflug” von Meran an den Gardasee, für die Männer der Airway Helicopters alltägliches Geschäft, für mich etwas ganz besonderes. Ganz vorne, direkt neben dem Piloten, habe ich den Überblick und war dem Himmel ein Stück näher. Geschützt mit Kopfhörern geht es über Stock und Stein in der “Holzklasse” mit dem Arbeitshelikopter SA 315B LAMA, über das Nonstal und Brentadolomiten in Richtung “Il lago”, wie die Italiener ihren Gardeasee schlicht nennen, den See. Sonnenschein satt, und abwechselnd dicker Schnee und beginnendes Erwachen der Flora und Fauna, ein Wechselspiel an Eindrücken, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazwischen die Kommentare über die Kopfhörer im tiefsten Südtiroler Dialekt, den ich tatsächlich in der Zwischenzeit ganz gut verstehe - und schätze wegen seiner Vielfalt an Worten, die z.T. direkt aus dem Mittelhochdeutschen kommen und z.T. vom Italienischen geborgt sind, eine charmante Mischung. Übrigens: geflucht wird hier nur auf Italienisch, hört sich nicht nur besser an, sondern ist auch deutlich wirkungsvoller. Fluchen mußte während dieses Flugs niemand, Starpilot Helmut hatte wie immer alles im Griff. Es sieht so leicht aus, wenn man daneben sitzt, irritierend sind allein die vielen Armaturen, ähnlich einem Flugzeug.
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