| Museion heißt er, der Ort der Begegnungen auf hohem kulturellem Niveau, und das sicher nicht aus Daffke. „Museíon“ ist ein Begriff aus dem Altgriechischen, und bedeutete ursprünglich etwa „der Musensitz“, daraus wurde das lateinische Museum. Man nannte zunächst allgemein jedes Heiligtum der Musen, der Göttinnen der Kunst und Wissenschaft, Museion.
Die Vision Im Inneren verbindet die Haupttreppe alle Ebenen des Gebäudes: die Bereiche Ausstellung, Bibliothek, Veranstaltung und Information sind miteinander räumlich verknüpft. So wird es gelingen, dass das neue Museum die Qualitäten einer klassischen Galerie mit der Flexibilität und Offenheit einer Werkstätte verbindet . Ateliers und Werkstätten für Künstler bekommen ein eigenes Gebäude und ein Museumsgarten wurde auch nicht vergessen. Bis zu der Eröffnung des neuen Museum schließlich bleibt das Museum erst einmal eine Kunsthalle, in der temporäre Ausstellungen gezeigt werden. Man zieht dabei ganz bewußt internationale zeitgenössische Positionen, die eine bestimmte Aktualität besitzen vor. Wichtig bleibt auch die direkte Zusammenarbeit mit Künstler, die Arbeiten eigens für das Museum konzipieren und durchführen, und die Präsentation von Kunst im öffentlichen Raum sowie der Bereich "Kunst und Sprache", einer der Sammlungsschwerpunkte. Außerdem versteht sich das Museion seit seiner Eröffnung vor fast zwanzig Jahren als ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Besonders in den letzten Jahren war gelungen, sich mit zahlreichen Rahmenveranstaltungen an ein vielfältiges Publikum zu wenden und das Museion zu einem der wichtigsten Kultureckpfeiler Südtirols zu machen. Deswegen will das Arbeitsteam immer wieder eines ganz besonders deutlich machen: das Museion soll eine Einrichtung für all die Menschen sein, die sich in Bozen einen anregenden und lebendigen Kulturtreffpunkt wünschen. Auch deshalb gibt es seit sechzehn Jahren im Museion, als einen der ersten Orte in Südtirol, museumspädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche. Dass man sich nicht nur in Bozen auf den türkisschimmernden Kubus mit seiner geschwungenen Talferbrücke herbei wünscht, zeigte das Interesse einer so großen Anzahl an Vernissagegäste, dass die Räumlichkeiten in der Rosministraße kaum ausreichten, um alle Neugierigen aufzunehmen. Einige standen schon vor der Tür und vor den Fenster, um das futuristische Glashaus auf dem Beamer zu bewundern. Eines ist auf jeden Fall klar: Die von den Rednern gewünschte Kunstkritik und Diskussion wird auf jeden Fall stattfinden, denn nicht jedem sagt ein solches Gebäude inmitten einer gewachsenen historischen Altstadt zu.
Viola Eigenbrodt
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