| Seine Entstehung als Haus für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen geht auf das Jahr 1985 zurück, gegründet von Privatiers mit Unterstützung der Provinz, und wurde 1987 eröffnet. Es sollte die bildenden Künste unter besonderer Berücksichtigung der Berührungspunkte zwischen deutschem und italienischem Kulturraum fördern und nahm 1991 nahm den Namen "Museion" an, ein wenig im Sinne des ursprünglichen Wortes, ab 2000 ist moderne und zeitgenössische Kunst im Fokus der Museumsmacher. Im gleichen Jahr erfolgt der Wettbewerb für den Neubau. Der von „KSV“, das sind Krüger, Schuberth und Vandreike geplante Bau überzeugte durch eine gewisse Transparenz, die wiederum die inhaltlichen Anliegen des Museums entspricht. denn es soll ein Ort der Kommunikation sein, so hoben es die Sprecher während der Ausstellungseröffnung immer wieder hervor. 2003 begannen dann die Bauarbeiten für den Neubau.
Luigi Scolari Präsident der Stiftung der Kammer der Architekten R.L.D. der Provinz Bozen
Zugänglich ist das Museum zur Zeit noch an seinem ursprünglichen Standort, in dem alten K.u.K.-Gebäude von 1860 errichtete und teilt sich diesen Sitz mit der Freien Universität Bozen. Räumlich dadurch eingeschränkt, sah sich das Museion dazu veranlaßt, mit seinen Initiativen zeitgenössische Kunst vermehrt in öffentliche Räume zu gehen. Ein neues Haus wird also dringend gebraut. Wie es aussehen kann und soll, wurde während der Vernissage eindrucksvoll mit Grundrissen, den verschiedenen Modellen und Projektionen dargestellt. So bekam jeder Besucher schon einmal eine Idee darüber, wie sich in zwei Jahren der Neubau präsentieren wird. Es soll ein klarer Baukörper werden, ein langgestreckter Kubus, dessen Längsseiten von einer Haut aus dünnem Metall ummantelt sein wird. Zusätzlich soll er auf das widersprüchliche urbane Umfeld reagieren, nämlich auf die dichte Innenstadt über das Grundstück hinaus in die Talferaue. Im Gegensatz dazu geben die Stirnseiten das Innere des Gebäudes preis: als große Eingangsmotive zur Stadt und zur Talferaue signalisieren sie Transparenz und Offenheit. Und man hat sich etwas ungewöhnliches ausgedacht: Die gesamte Glasfassade des Baus kann zur Projektionsfläche und Bühne von Museumsaktivitäten zu machen. Bei entsprechenden Schauen oder besonderen Events im Erdgeschoß ist eine Durchquerung des Gebäudes dann von beiden Seiten möglich. Eine äußerst Besucherfreundliche Idee. Der Veranstaltungsbereich im Untergeschoß ist über eine breite Zugangstreppe ebenfalls direkt vom Vorplatz aus erreichbar. Außerdem soll die Lage der Treppenhäuser und Aufzüge eine unabhängige Nutzung von Veranstaltungsbereich, Café, Shop, Bibliothek und ein Projektraum für Kinder und Jugendliche garantieren.
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