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Nach der großen Hitze des Sommers wird der Spätsommer bei Arte noch einmal schwül, der französisch-deutsche Kulturkanal zeigt Rudij Bergmanns aktuellen Vierteiler „ Nackt ist die Kunst“, in dem die nackten Höhepunkte der europäischen Kunstgeschichte von der Renaissance bis in die Gegenwart vorgestellt werden. Aufgeteilt hat Bergmann, der sich gerne als Gnostiker bezeichnet, den Film in jeweils dreissig Minuten, in denen er einmal die Sünde, dann die Enthüllung, dann die Unschuld und schließlich die nackten Männer in der Kunst untersucht. Dabei fing seinerzeit alles ganz harmlos an. Hier im Ländle begann der 1943 im Rheinland geborene Kunstkritiker und Filmemacher seine ganz erstaunliche Karriere, in der schwäbischen Hauptstadt bei den „ Stuttgarter Nachrichten“. „Immerhin war eine meiner beiden Großmütter eine echte Schwäbin“, so erklärt der allürenfreie Autor seine Affinität zu Spätzle und Besenwirtschaft, er, der beinahe alle wichtigen Gegenwartskünstler persönlich kennt, und dennoch vollkommen auf dem Boden geblieben ist. Seine große Liebe zur Kunst hat ihn vielleicht so bescheiden gemacht und die Brüche in seinem spannenden Leben. Die ihm aber immer sehr viel unwichtiger sind als die Kultur, der er sich vollkommen verschrieben hat. „Ich habe mich pausenlos um künstlerische Belange gekümmert“, beschreibt der dreiundsechzigjährige die treibende Kraft seines Tuns.
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