| "Kunst tut gut", dieser Meinung ist (nicht nur) die umtriebige und energievolle Johanna Penz, die seit zehn Jahren die Art Innsbruck organisiert. Ein wahrhaft verdientes Jubiläum, das die zierliche Frau mit der roten Löwenmähne Ende Februar in unserem Nachbarland gefeiert hat. „Am Anfang war es eine reine Grafikmesse”, erzählt sie gut gelaunt, „und wir wollten von Anfang an die jungen Leute heran”. Die schöne Stadt mit dem Goldenen Dachl ist auch eine Universitätsstadt, und das Streben der vom Management kommenden Johanna Penz war es, Kunst auch für Interessierte mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich zu machen.
Nach zehn Jahren ist die Messe international gut aufgestellt, denn für Frau Penz steht immer die Qualität im Vordergrund. Sie erklärt: „Es ist wichtig, eine gute Mitte zu finden”, das ist ihr gelungen, denn sie widmet sich nun mehr ausschließlich der Art. So ist es der ausstrahlungsstarken Frau gelungen, siebzig Aussteller aus neuen Nationen an zu locken, mit dem Schwerpunkt Grafik und Edition. Doch leider gibt es sie auch noch in der Alpenrepublik, die Vertreter der rein wissenschaftlichen Interpretation von Kunst, die sich ausschließlich dem studierten Kunsthistoriker erschließt und erschließen soll. Die Kollegen des wichtigsten örtlichen Tagesmediums sind wohl dieser Meinung, und ignorieren daher gerne diese wichtige Schau, zu der das Ausland jedenfalls kräftig anreiste.
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