|
Der Muggensturmer Sammler Günter Westermann hatte Ende 1997 zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus dem badischen und deutschsprachigen Raum angeregt, sich mit der Badischen Revolution und allgemein mit Themen wie Revolution, Demokratie und Freiheit auseinanderzusetzen. Die vom Sammler entwickelte und in der Sammlung Rastatt in anderer Hinsicht schon vertretene kleinformatige, schwarze Holzbox mit eingefügten Künstlerarbeiten war der Ausgangpunkt für alle Beteiligten, wobei diesmal auch mehrere Objektboxen für die künstlerische Aufarbeitung des Revolutionsgedenkens verwendet werden konnten. Es beteiligten sich 142 Künstlerinnen und Künstler, die knapp 150 Objektboxen schufen und dabei eine große Vielfalt in künstlerischer wie inhaltlicher Hinsicht präsentierten, die von der Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen und Persönlichkeiten der Badischen Revolution über zeitkritische Reflexionen zum Thema bis hin zur Kritik an den Feierlichkeiten zum Revolutions-„Jubiläum“ reichte. Namhafte Künstlerpersönlichkeiten wie Jürgen Brodwolf, Hans Martin Erhardt, Raymond Waydelich, Johannes Grützke, Sibylle Wagner und Gerlinde Beck hatten teilgenommen, aber auch Rastatter Künstler wie Gina Plunder, Edgar Fries, Michael Wollensack und Walter Schiementz waren vertreten.
Es bot sich an, während des diesjährigen Stadtjubiläums eine repräsentative Auswahl der „Revolution in der Box“ an exponierter Stelle auszustellen und erneut dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Nicht zuletzt unterstreicht eine solche Ausstellung die Bedeutung Rastatts als Erinnerungsort deutscher Demokratiegeschichte. Die Ausstellung ist während der üblichen Geschäftszeiten des Rathauses geöffnet.
zurück zur Übersicht bitte | |