| Ist es möglich, dass Nägel Kreise ziehen und Drähte lebendig werden? Gibt es „wilde Watte“? Kann das Rätsel um ein großes geheimnisvolles Boot gelöst werden? Und was machen Jörg Immendorff und sein Künstlerfreund A. R. Penck im „Café Deutschland“? Auf diese und viele weitere Fragen geben die neuen Informationsblätter Antwort, die seit kurzem in der Dauerausstellung der Städtischen Galerie Karlsruhe für die jungen Museumsbesucher auf roten Sockeln bereit liegen. Sie konnten dank der großzügigen Unterstützung durch die Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe realisiert werden. Ansprechend und anschaulich gestaltet vermitteln die DIN-A4-Karten spannende Anregungen für selbständige Streifzüge durch den Lichthof 10 und laden dazu ein, die Schätze der Galerie gemeinsam mit Freunden oder auf eigene Faust zu erkunden.
Auf der Vorderseite ist jeweils ein Porträtfoto des Künstlers zu sehen, außerdem finden sich hier die wichtigsten Angaben zur Biografie und eine kurze Charakterisierung der Arbeitsweise und der künstlerischen Schwerpunkte. Der einführende Text, der das Kunstwerk vorstellt und gleichzeitig zu eigenen Beobachtungen anregt, ist auf der Rückseite des Blattes wiedergegeben.
Von „A“ wie Horst Antes über „L“ wie Markus Lüpertz bis „U“ wie Günther Uecker reicht das Spektrum der Künstler, die auf diese Weise mit fesselnden Textbeiträgen und kurzweiligen Informationen vorgestellt werden. Die Auswahl umfasst bislang 20 Bilder und Plastiken: Das älteste Werk ist die „Kriegsstraße im Schnee“ von Friedrich Kallmorgen aus dem Jahr 1895, das jüngste Dieter Kriegs Gemälde „Watte“ von 1988/90. Weitere Saaltexte sollen in Zukunft folgen und den Bestand an kindgerechten Einführungen in die Schausammlung des Museums mit ihrem Schwerpunkt auf deutscher Kunst zwischen Romantik und Gegenwart nach und nach vervollständigen.
Zu Werken von folgenden Künstlern liegen Saaltexte vor: Horst Antes, Hans Baschang, Georg Baselitz, Erich Heckel, Karl Hubbuch, Jörg Immendorff, Friedrich Kallmorgen, Alexander Kanoldt, Ferdinand Keller, Dieter Krieg, Markus Lüpertz, Willi Müller-Hufschmid, Ernst Wilhelm Nay, Sigmar Polke, Rudolf Schlichter, Emil Schumacher, Walter Stöhrer, Günther Uecker und Hans Uhlmann.
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