| Im Mittelpunkt dieser neuen Veranstaltungsreihe in der Städtischen Galerie Karlsruhe stehen die Zusammenhänge zwischen Kunst, Kultur und Politik im 20. Jahrhundert. Jeder Vortrag bezieht sich auf ein ausgewähltes Werk aus der Sammlung des Museums, das für eine Fragestellung aus dem Bereich „Kunst und Politik“ besonders relevant erscheint. Künstlerische und kunstpolitische Entwicklungen und Tendenzen des 20. Jahrhunderts werden kritisch dargestellt und analysiert.
Die Reihe, die in unregelmäßigen Abständen freitags von 16 bis 17 Uhr stattfindet, wird in Zusammenarbeit mit der Guernica-Gesellschaft veranstaltet. Seit über 20 Jahren ist es Ziel dieser kunstwissenschaftlichen Institution, zur Erforschung von antifaschistischer Kunst und Antikriegskunst beizutragen. Von der Dokumentation der Exil- und Widerstandskunst der 1930er Jahre bis zur Frage, wie die Kunst der Gegenwart auf die ökonomischen und medialen Globalisierungsprozesse reagiert, reicht das derzeitige Themenspektrum der Guernica-Gesellschaft. In erweiterter Perspektive geht es mithin um die Erforschung der politischen Geschichte der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit veranstaltet die Guernica-Gesellschaft kulturpolitische Diskussionen, Vortragsreihen, Tagungen und Kongresse. Seit 1989 gibt sie eine eigene Schriftenreihe heraus, seit 1999 außerdem das Jahrbuch „Kunst und Politik“.
Freitag, 10. Oktober 2008, 16 Uhr
Willi Müller-Hufschmid, Stilleben im Atelier mit Blick auf den Scheffelplatz, um 1930
Vortrag und Gespräch mit Isabel Steppeler M.A.
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