| Der Wunsch nach Gerechtigkeit, nach einem friedlichen Zusammenleben und nach Gesetzen, die Frauen und Männer schützen, sie in ihrem Alltag stärken und ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Kinder geben, zieht sich wie ein roter Faden durch die uns bekannte Menschheitsgeschichte. Die Ausstellung „Füllhorn, Waage, Schwert – Justitia ist eine Frau“ im Forum der Städtischen Galerie zeigt diese „gute Hoffnung“ in dem Zeitraum von ca. 23 000 v. Chr. bis in unsere Gegenwart. Sie wurde von der Juristin Dr. Barbara Degen im Rahmen der Arbeit des Vereins „Haus der Frauengeschichte“ konzipiert und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Wissenschaftliche Leiterin war Frau Prof. Dr. Annette Kuhn, die erste Lehrstuhlinhaberin für Frauengeschichte in Deutschland.
Immer wieder tauchen in der Geschichte zentrale Themen wie Leben, Liebe, Geburt, Tod, Nahrung, Krieg und Frieden auf. Die Ausstellung macht diese Wiederkehr, die jedoch je nach Epoche neue Fragen und Antworten beinhaltet, mit dem Bild der Spirale sichtbar. Innerhalb der einzelnen Tafeln werden bekannte und unbekannte Bilder und Originalzitate aus der jeweiligen Zeit verwendet. Damit wird ein lebendiges Panorama der historischen Epochen sichtbar und das Leben der Frauen anschaulich. Die Besucherinnen und Besucher werden angeregt, über ihr eigenes Verhältnis zu Recht, Unrecht und Gerechtigkeit nachzudenken.
Eröffnung: Mittwoch, 09. Mai 2007 um 18 Uhr mit einem Vortrag der Historikerin Prof. Dr. Annette Kuhn: „Justitia ist eine Frau – Leben und Geschichte der weiblichen Symbolordnung“ im Forum der Städtischen Galerie.
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