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Erwin Gross in der Städtischen Galerie Karlsruhe im SWO | Kunstportal

Städtische Galerie Karlsruhe
im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg


16. Februar – 01. Juni 2008 | Erwin Gross. Malerei 1982–2007

Mit Erwin Gross stellt einer der bedeutenden Maler im Grenzbereich von Landschaftsbeschreibung und Abstraktion in der Städtischen Galerie Karlsruhe aus. Im Zusammenspiel unterschiedlicher künstlerischer Verfahren vollzieht sich seine Malerei in Werkgruppen, die das wechselseitige Verhältnis von künstlich, konstruiert und natürlich schildern, Annäherung und Distanz ausloten.
Ausgehend von diesem Konzept setzt der Künstler auf die sinnliche Wirkung der Malerei und bedient sich der künstlerischen Mittel in der Verbindung aus strenger Bildstruktur und den Möglichkeiten des malerischen Illusionismus. Dies korrespondiert zugleich mit einem sehr eigenen, experimentellen Umgang mit der Farbe auf meist großen Formaten. Die Präsentation in der Städtischen Galerie Karlsruhe umfasst etwa 50 Werke und gibt einen repräsentativen Überblick über Gross` Schaffen der letzten 25 Jahre. Die Auswahl lässt inhaltliche wie auch formale Schwerpunkte im Schaffen des Künstlers erkennen, die sich in Werkgruppen offenbaren: Landschaft und Orte, Feuerwerk und Fontäne, Park und Ruine, Pflanzen, Seestücke sowie Variationen nach kunsthistorischen Vorbildern. Neben Einzelbildern entstehen in diesem motivischen Zusammenhang auch immer wieder Bildserien.

Der Malerei von Erwin Gross gehen in den frühen 1980er Jahren Zeichnungen und Aquarelle voraus, die eine Hinwendung zu einzelnen Motiven erkennen lassen und diese auch in den Bildtiteln verdeutlichen. Der Künstler interessiert sich dabei von Beginn an nicht für die unberührte, natürliche Landschaft, sondern für die vom Menschen konstruierte Natur. Der in künstlerischen Traditionen stehende Landschaftsgarten mit seinen architektonischen Versatzstücken – beispielsweise Tempeln, Brücken und Ruinen – bildet dabei für ihn einen Ursprung seiner malerischen wie kompositorischen Auseinandersetzungen: Die Natur wird nicht neu geschaffen, sondern mit malerischen Mitteln neu gestaltet. Dies wiederum öffnet Raum für Assoziationen sowohl beim Schöpfer als auch beim Betrachter. Die Motive gehen in einer vorwiegend großformatigen Malerei auf, die aquarellartige, "wässrige" Flächen mit farblich dichteren Partien verbindet.

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Begleitprogramm zur Ausstellung:
Art meets Jazz – Piano Solo im Lichthof 10


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