| Nach aufwändigen Restaurierungen kann eine beliebte Attraktion der Ettlinger Schlossführungen nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – das Musikkabinett. Hervorgegangen aus der Sammlungstradition des Heimatmuseums, ergänzt diese kleine, ausgewählte Sammlung von mechanischen Musikinstrumenten und Uhren schon seit vielen Jahren das Führungsprogramm des Museums.
Der akustische Genuss des Klanges ist dabei ebenso reizvoll wie der Blick in ihr technisches Innenleben, das vielfach über liebevoll gestaltete Details verfügt. Neben dem ältesten Instrument, einer um 1730 gebauten Serinette, zeigt das Musikkabinett Drehorgeln, Spieldosen, Musiktruhen, Klaviere, ein Polyphon, Grammophone und ein Welte-Orchestrion.
Die Sonderausstellung im April wird durch zahlreiche Leihgaben ergänzt. Sammler und Mitglieder der Gesellschaft für selbstspielende Musikinstrumente stellen Kostbarkeiten aus Ihrer Sammlung zur Verfügung, sodass die Geschichte der mechanischen Musikinstrumente seit dem 18. Jh. in ihren unterschiedlichsten technischen und ästhetischen Spielarten gezeigt werden kann. Eine besondere kleine Kuriositätensammlung entstand zusätzlich durch einen Sammelaufruf in der Ettlinger Bevölkerung zum Thema Spieldosen.
Die Ausstellung beginnt thematisch im Bereich Walzenspieldosen, deren Ursprung vor allem zu Beginn des 19 Jhs. in der Schweiz lag und geht dann zu den Plattenspielgeräten wie „Ariston“ über, deren Entwicklung im Zuge der Industrialisierung eine erschwingliche Alternative für jedermann darstellte. Diese Drehinstrumente konnten über eine Pappscheibe gesteuert werden und verkauften sich zu Hunderttausenden. Plattenspieldosen wie das „Polyphon“ oder die „Kalliope“ lösten diese Instrumente Ende des 19. Jhs. ab
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