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Städtische Galerie Böblingen im Kunstportal Baden-Württemberg_Specific Sites


Städtische Galerie Böblingen im Kunstportal Baden-Württemberg

26. September – 21. November
Specific Sites | Fliessende Räume-spezifische Orte.
Eine Gruppenausstellung zum Thema “Figur und Raum“

Eröffnung: Sonntag, 26.9., 11.00 Uhr
Mit einer Tanz-Performance von Katja Erdmann-Rajski (Choreografin und Tänzerin, Stuttgart)

Ansprechpartnerin: Dr. Eva-Marina Froitzheim, Leiterin der Städtischen Galerie Böblingen (Tel.07031/669-488, Mo – Do vormittags)

"Die Öffnung der Sinne ist der Hintergrund meiner Musik“ – Dieses Zitat des Musikers Salvatore Sciarrino ist das Leitmotiv der Ausstellung „Fliessende Räume – spezifische Orte“. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Christoph Bannat (Berlin), Friedemann Grieshaber (Berlin), Andrea Neuman (Berlin), Andreas Opiolka (Stuttgart), Paul Schwer (Düsseldorf) und Sven Volz (Stuttgart und Köln) zum Thema „Figur und Raum“.

Die Künstler zeigen, wie sie innere Räume ihrer Fantasie oder den äußeren Raum - einer Stadt, eines fremden Ortes – erleben. Sie vereint, dass sie ihre Raumerfahrung in einprägsame, sinnliche Bilder fassen. Am Anfang ihrer Arbeit steht ein Phänomen – das Material, eine Erfahrung, ein Eindruck.

Das sinnlich-kreative Gestaltungsmoment ist Impulsgeber der Plastiken von FRIEDEMANN GRIESHABER. Deren Formen erwachsen aus den Möglichkeiten des Materials Beton. Sie stellen die Wahrnehmungsgewohnheiten auf den Kopf. CHRISTOPH BANNAT bezieht sich auf einen dynamischen Begriff seines Mediums: Zeichnung ist Bewegung im Raum: Die Frage lautet, wie aus Dunkel und Licht (d.h. schwarzen Strichen und Leerflächen) Orte entstehen.

Alle Werke bestehen aus mindestens zwei Elementen, deren Differenz ein offenes Bezugsfeld und damit Raum für Dialoge und ästhetische Erkenntnisprozesse beim Betrachter schafft. Ästhetik wird hier in ihrem Ursprung als Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen mittels sinnlicher Wahrnehmungen (im Gegensatz zur intellektuellen Erkenntnis) verwendet.

Bei aller Offenheit bewahren die Werke auch Distanz gegenüber dem Betrachter. PAUL SCHWER macht keine Installationen, in denen der Betrachter Teil des Konzeptes ist. Stattdessen bietet er eine (temporäre) Plattform mit Folien, Projektionen, welche wiederum Innen- und Außenräume übereinander blenden, für sinnliche Erfahrungen an. Dabei thematisiert er Probleme fließender Räume im urbanen Kontext, die er gleichsam über die Farbe sinnlich auflädt. Mit der fließenden Geschwindigkeit von Menschenmassen im öffentlichen Raum beschäftigt sich ANDREA NEUMAN in ihren Malereien. Fotos der wall street in New York übermalt sie mit pastoser Farbe. Die Farbe emotionalisiert die Szene, aus dem undefinierbaren Raum wird ein Ort, in dem die Menschen - durch die in Schwingung versetzte Wahrnehmung des Betrachters - ansatzweise individuelle Züge bekommen. Das „Projet Drôme“ von ANDREAS OPIOLKA zeigt den Künstler, wie er sich einer ihm unbekannten Gegend in Frankreich während eines Stipendium zeichnend und fotografierend bewegt und sich diesen sowohl ästhetisch als auch systematisch-mathematisch aneignet. Der Fotograf SVEN VOLZ platziert eine Figur in einem Mumienschlafsack in einer Designerwohnung. Indem die verstörende Figur einen Bezug zwischen den Dingen herstellt, entsteht ein Zwischen-Raum für die Sehnsüchte der Betrachter.

Die ausgestellten Werke zeigen, wie es mit ästhetischen Mitteln und formalen Strategien gelingt, Raum in einen sinnlich erfahrbaren Ort zu verwandeln. Im Bekenntnis zum Bild nimmt die Ausstellung eine bewusste Gegenposition zum Kunstbetrieb ein, der vielfach von soziologischen Ansätzen und analytischen Methoden (Recherche, Archiv) bestimmt ist. Die sinnliche Ausstrahlung der Werke fordert wiederum den Betrachter auf, seine Art des Schauens und Empfindens zu erproben und seiner Fähigkeit, sich sehend im Raum zu verorten, zu vertrauen.


Das Thema "Der Mensch im öffentlichen Raum – Stadterneuerung durch Platzgestaltung“ behandelt der

workshop in der Städtischen Galerie am Freitag,12. November, 19 – 21 Uhr.

Zur Ausstellung erscheint ein origineller Katalog in Form einer ausfaltbaren Karte
zum Preis von 4 €

Führungen: jeweils Sonntag, 11.00 Uhr (17.10., 24.10., 14.11., 21.11.)

Kinderaktion: Dienstag, 9.11., 14.30 Uhr

Lange Museumsnacht: Samstag, 20.11., 19 – 1.00 Uhr u.a. mit dem Jazzpreisträger des Landes Baden-Württemberg, Jo Ambros

Eintritt 2 €

Öffnungszeiten:
Di 10 – 12 u. 14 – 19 Uhr
Mi, Do 10 – 12 u. 14 – 17 Uhr
Fr 10 – 12 Uhr
Sa 14 - 17 Uhr
So, Fei 11 – 17 Uhr

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