| Auch wenn der Bekanntheitsgrad eines Vincent Van Gogh kaum zu steigern ist, werden bestimmte Aspekte seines Werkes in der Öffentlichkeit selten oder auch gar nicht berücksichtigt. Das gilt zum Beispiel für das Thema „Landschaft“, mit dem sich van Gogh viele Jahre intensiv auseinandergesetzt hat. Die Kunsthalle Bremen will nun Versäumtes nachholen. Unter dem Titel „Felder“ präsentiert sie bis zum 26. Januar über 50 Gemälde und Zeichnungen des weltberühmten Malers.
Vincent van Gogh: Das Mohnfeld, 1889 Im Zentrum steht dabei das Bild „Das Mohnfeld“, das van Gogh im Juni 1889 in Saint-Rémy-de-Provence malte. Nach einem schweren Zusammenbruch hielt er sich hier in der Heilanstalt Saint-Paul-de-Mausole auf und entdeckte die Pflanzen und Bäume seiner nächsten Umgebung als Motive und wohl auch als persönliche Orientierungshilfen. Von seinem Schlafzimmerfenster sah der Maler auf ein ummauertes Kornfeld, das zum Ausgangspunkt einer ganzen Bilderserie wurde. Sie hielt den Ablauf der Tages- und Jahreszeiten und die vielfältigen Aufgaben der Landwirtschaft fest, setzte aber vor allem neue Maßstäbe im Bereich der Bildinszenierung, für die sich Van Gogh eigenwillige Flächendarstellungen, besondere Farbkontraste, perspektivische Wirkungen und Maltechniken erarbeitete.
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