| Dass ihn die Filmgewaltigen, die in der Nähe von Los Angeles ihr Unwesen treiben, vielleicht etwas zu häufig mit der Rolle des Bösewichts beauftragen, kann Jürgen Prochnow verschmerzen. Denn der gebürtige Berliner, der vor wenigen Tagen seinen 66. Geburtstag feierte, gehört zu den wenigen deutschen Schauspielern, die in Hollywood über ein paar Castings und kleinere Gastauftritte hinauskamen. Seit den 80er Jahren ist Prochnow regelmäßig in Blockbustern wie „Air Force One“, „Der Wüstenplanet“, „Der englische Patient“ oder „Sakrileg“ zu sehen und spielt dabei an der Seite von Superstars wie Demi Moore, Harrison Ford, Marlon Brando, Glenn Close oder Tom Hanks.
Auch sein neuester Film „Die Fährte des Grauens“, der seit dem 21. Juni in den deutschen Kinos läuft, hat internationales Format – jedenfalls in Bezug auf den technischen Aufwand. Ob die wüste Mischung aus Bürgerkriegsdrama und Horrorstreifen, für die Prochnow als beinharter Fährtensucher engagiert wurde, irgendwann als cineastisches Meisterwerk in die Geschichte eingehen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Immerhin bleibt dem Deutschen mit dem überaus markanten, pockennarbigen Gesicht diesmal die Rolle des Übeltäters erspart – ein Rebellenführer und ein Riesenkrokodil teilen sich nicht nur den Namen „Gustave“, sondern auch die mörderische Aufgabe, möglichst viele Menschen ins Jenseits zu befördern.
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