| Nikolaus Harnoncourt hat die Mozart-Interpretation der letzten Jahrzehnte revolutioniert. Seine Aufnahmen der großen Opern und Symphonien zeigen hinter der zuckersüßen Fassade des Salzburger Götterlieblings die dunkle, ja dämonische Seite des genialen Komponisten. Harnoncourts Konzept, die leidenschaftliche Wucht der Mozart-Partituren in jedem einzelnen Takt auszureizen, funktioniert auch bei den Solokonzerten. Ungleich brillanter und geistreicher als die meisten vergleichbaren Auftragskompositionen des späten 18. Jahrhunderts, dokumentieren das Oboenkonzert (KV 314), das Klarinettenkonzert (KV 622) und das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester (KV 299) die vielen Facetten Wolfgang Amadeus Mozarts.
Aus ihnen tönt Melancholie und Begeisterung, Euphorie und Verzweiflung, Zuversicht und Resignation. Auf der Neueinspielung dieser Werke wird Harnoncourt nicht nur von den Mitgliedern seines Concentus musicus Wien, sondern auch von hervorragenden Solisten wie Robert Wolf (Flöte), Naoko Yoshino (Harfe), Hans-Peter Westermann (Oboe) und Wolfgang Meyer (Klarinette) untertützt. Unangestrengt auf der Suche nach den Grenzen dynamischen Musizierens gelingt ihnen eine ideale Umsetzung und damit einmal mehr der Nachweis, dass Musik eine humanitäre Botschaft sein kann.
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Flöte, Harfe u. Orchester; Oboenkonzert; Klarinettenkonzert, Teldec
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