Suche swo.de home > - Bücher und klassische Töne im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg - Musikkritik
NEWSLETTER KONTAKT/IMPRESSUM SITEMAP
Web
  
        BILDENDE KUNST
        AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
        KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
         
        MUSEEN
        ZKM KARLSRUHE
        MUSEUM RITTER WALDENBUCH
        MUSEUM IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE
        MUSEUM WÜRTH KÜNZELSAU
        WEITERE MUSEEN
         
        STÄDTISCHE GALERIEN
        STÄDTISCHE GALERIE KARLSRUHE
        FRUCHTHALLE RASTATT
        GALERIE IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        ULMER MUSEUM
        WEITERE STÄDTISCHE GALERIEN
         
        VERSCHIEDENE KUNSTINSTITUTIONEN
        ART KARLSRUHE 2012
        MESSE EUNIQUE 2012
        ZKM-MUSEUMSKOMMUNIKATION
        BBK KARLSRUHE
 
       KULTURREDAKTION
       KÜNSTLERINNEN und KÜNSTLER
       KULTURTIPPS PROF ULI ROTHFUSS
       FILMBOARD KARLSRUHE e.V.
       DR. THORSTEN STEGEMANN
       THEATER: CHRISTIAN TEPE
       HARALD SCHWIERS
       VIOLA EIGENBRODT
       KUNSTBÜCHER
        
Stegemann Musikkritik 67a

Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion

Der Star ist nicht die Mannschaft!
Das Oldenburgische Staatstheater zeigt Wagners „Meistersinger“

Die deutschtümelnden Abschiedsworte des braven Schusters Hans Sachs hätten Wagners „Meistersinger“ vermutlich auch dann ins Zwielicht gesetzt, wenn der Schmährede gegen wälschen Dunst und Tand die unselige Vereinnahmung durch nationalsozialistische Opernfreunde erspart geblieben wäre. Doch da das umstrittene Werk nun einmal als Hitlers Lieblingsoper und Festmusik der Reichsparteitage in die Geschichte eingegangen ist, sind solche Überlegungen kaum mehr relevant.
Wichtiger ist die tatsächliche Rezeptionsgeschichte des Werkes, die bei aktuellen Aufführungen durchaus zur Sprache kommen kann, auch wenn Teile des Publikums dann noch verbiesterter dreinblicken als die im Labyrinth der eigenen Regeln und Konventionen verlorengegangenen Meistersinger.


Foto: Joachim Hiltmann

Andreas Baesler, der die monumentale Oper zwar am Ort des Geschehens belässt, die Handlung aber in das Jahr 1945 verlegt, ist diese schwierige Aufgabe über weite Strecken gelungen. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl neuer, teilweise überraschender Aspekte, die nicht nur den aggressiven Nationalismus, sondern auch die schmierige Behaglichkeit des Wagnerschen Bürgertums in eine zeitübergreifende Beziehung setzen. Überdies wird das semantische Dilemma des penetrant beschworenen Kunstbegriffs noch nicht hinreichend geklärt, aber doch vorerst ins rechte Licht gezerrt. Denn schließlich gilt´s hier nur der Kunst des Richard Wagner, der sich selbst einmal mehr als Idealbesetzung für die Doppelrolle des Verkünders und Erlösers feiert.

weiter bitte

zurück zur Übersicht bitte


Seite weiter empfehlen
KOOPERATIONS-
PARTNER:
 
 SWO-
  DIENSTLEISTUNGEN
 AKTUELLES




Begegnung
SWO Künstlerinnenporträt über über Marie Madeleine Noiseux

Werben für Kunst-Ausstellungen im SWO | Kunstportal-BW


Kunst für junge Leute
Neuer SWO-Service

SWO-Kunst (daten-) Bank
Alle relevanten Kunst-Ausstellungen in Baden-Württemberg

Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.
Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.