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“Giuseppe Verdi: Il Trovatore“Ein Neuaufnahme von Verdis "Troubadour" gehört nicht unbedingt zu den vordringlichsten diskographischen Aufgaben. Andererseits: wenn eine Plattenfirma schon die Möglichkeit hat, die über alle Maßen populäre Oper mit einem internationalen Spitzenensemble zu besetzen, dass in dieser Formation auch nicht alle Tage zusammentrifft, wird sie sich die Chance kaum entgehen lassen.
Und so gibt es nun also einen "neuen" Troubadour, der sich von den vielen anderen Interpretationen des bluttriefenden Bruderduells natürlich nicht grundlegend unterscheidet. Die Freunde belastbarer und schwindelfreier Opernstimmen wird´s kaum stören, denn die gelegentlich vielleicht allzu ätherische Angela Gheorghiu (Leonora), Roberto Alagna (Manrico), Larissa Diadkova (Azucena) und Thomas Hampson (Conte di Luna) brauchen sich schließlich nicht einmal besonders anzustrengen, um ihrem Publikum Staunen und Bewunderung abzunötigen. Dass sie es dennoch tun und dem sich mit Verve und dynamischer Einsatzfreude durch die Partitur schlagenden Antonio Pappano vokale Rückendeckung geben, verdient sicher jede Anerkennung. Aber zu welchen Lobeshymnen wäre der Rezensent erst gezwungen, wenn sich ein vergleichbares Ensemble in neuerer Zeit mal auf sehr viel unbekanntere Opern des großen Verdi stürzen würde? Denn für den Repertoirewert können wir in diesem Fall nun wirklich keine Sonderpunkte vergeben ...
Giuseppe Verdi: Il Trovatore, EMI
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