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Aribert Reimanns 1978 in München uraufgeführter „Lear“ gehört zu den - noch immer wenigen - zeitgenössischen Opern, denen der Sprung ins Repertoire der großen Bühnen gelungen ist. Der Frankfurter Intendant Bernd Loebe war schon damals fasziniert von den gigantischen Klangmassen, die Einsamkeit und abgrundtiefe Verzweiflung in nie gehörten Tonkaskaden zum Ausdruck zwangen. „Dieses Toben und Schäumen“ ließ Loebe nicht mehr los, so dass er „alle Ressourcen“ seines Hauses mobilisierte, um „Lear“ auch in der Mainmetropole zeigen zu können. Der im Herbst 2008 aufgenommene Live-Mitschnitt besticht vor allem durch das an der Grenze der Leistungsfähigkeit spielende Frankfurter Museumsorchester unter seinem neuen Chedirigenten Sebastian Weigle. Doch auch das erstklassige Solistenensemble um den in alle Abgründe tauchenden Wolfgang Koch (Lear) braucht den Vergleich mit der legendären Münchner Produktion, die seinerzeit vom großen Dietrich Fischer-Dieskau geprägt wurde, nicht zu scheuen.
Aribert Reimann: Lear, 2 CDs, Oehms Classics
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