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Richard Wagner war gewiss kein ausgewiesener Schumann-Freund. Doch für das Klavierquintett in Es-Dur machte selbst der große Egomane eine Ausnahme. „Ich sehe, wo hinaus Sie wollen“, schrieb er dem ansonsten boshaft Kritisierten. Und mehr noch: „Da will auch ich hinaus: es ist die einzige Rettung: Schönheit!“ Tatsächlich gehört Schumanns formvollendetes und doch tief romantisches Quintett aus dem Jahr 1842 – ebenso wie das gleich besetzte, 22 Jahre später komponierte Pendant von Johannes Brahms – zu den Juwelen des an brillanter Kammermusik nun wahrlich nicht armen 19. Jahrhunderts. Leif Ove Andsnes und das Artemis Quartett lassen beiden Werken nun eine phänomenale Interpretation zuteil werden. Leuchtende Transparenz verbindet sich hier mit einem untrüglichen Gespür für Timing und Klangkultur. Das alles summiert sich zu einer guten Stunde musikalischer Extraklasse, die dank haltbarer Tonträger gleich mehrfach und immer wieder genossen werden kann.
Schumann – Brahms: Klavierquintette, Virgin Classics
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