| Mit der Behauptung, er könne „ein Konzert schneller komponieren, als der Kopist es abschreiben kann“, hat Vivaldi keineswegs übertrieben. Aus seiner Feder stammen rund 250 Violinkonzerte, von denen viele weder erforscht noch ediert oder gar aufgenommen wurden. Welche Schätze an überraschenden Einfällen, überbordender Phantasie, und
rücksichtsloser Experimentierfreude hier noch verborgen liegen, demonstriert Giuliano Carmignola an der Seite des von Andrea Marcon straff dirigierten Venice Baroque Orchestras mit fünf gediegenen Weltersteinspielungen. Der Ausnahmegeiger geht dabei mit so atemberaubender Virtuosität zu Werke, dass hinter den Bravourstücken des „roten Priesters“ das pulsierende Venedig des frühen 18. Jahrhunderts aufzuerstehen scheint. Aufregender kann Barockmusik kaum gespielt werden!
Antonio Vivaldi: Konzerte für Violine, Streicher und Continuo, Archiv Produktion
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