| Um ein volkstümliches Gegenstück zu Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ zu schaffen, legte Herzogenberg besonderen Wert auf die größtmögliche Einfachheit der musikalischen Mittel.
Mit sechs Solostimmen, einem Chor, wenigen Streichern, Oboe, Harmonium und Orgel ließ sich eine Aufführung schnell und an verschiedenen Orten realisieren, zumal den Musikern die Orientierung durch die Einbeziehung bekannter Kirchen – und Weihnachtslieder noch erleichtert wurde. Das 1894 uraufgeführte Oratorium des Brahms-Freundes weist trotz seines zugänglichen Grundcharakters eine beträchtliche Kunstfertigkeit auf, die keine Nachlässigkeiten verträgt. Die engagierte Darbietung des Ökumenischen Hochschulchores und des Herzogenberg Orchesters Würzburg unter Leitung von Matthias Beckert überzeugt folgerichtig sowohl durch die musikalische Ausdruckskraft als auch durch den hohen Unterhaltungswert.
Heinrich von Herzogenberg: Die Geburt Christi, cpo
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