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Die Hypermacht Die USA in NahaufnahmeDas Ende des Kalten Krieges war sicher ein Segen für die Menschheit. Doch nun droht sie selbst zur Beute des jahrzehntelangen Kräftemessens zu werden, denn dass der Sieger seine Ziele neu gesteckt hat, dürfte selbst der uneingeschränktesten Solidarität mittlerweile aufgefallen sein. Die politischen, wirtschaftlichen, geostrategischen und kulturellen Interessen der Vereinigten Staaten erstrecken sich rund um den Erdball und erreichen im Hinblick auf die Totalität der hegemonialen Ansprüche zweifellos eine neue Dimension.
Unter diesen Umständen kann es dem Rest der Welt nicht schaden, einen Blick hinter die Kulissen der „Hypermacht“ zu werfen. Eben den gewährt Stefan Fuchs´ absolut lesenswerte Zusammenstellung von neun Interviews, die während der letzten Monate im Deutschlandfunk zu hören waren. Die Reihe prominenter Gesprächsteilnehmer reicht von Gore Vidal, Richard Sennett, und Joshua Meyrowitz über Dan Clawson, Eduardo Lourenco und Morris Berman bis zu Benjamin R. Barber, Thomas Frank und Noam Chomsky. Sie beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven den inneren Zustand der Vereinigten Staaten und kommen in weitreichender Übereinstimmung zu Ergebnissen, die mit dem Begriff „katastrophal“ nur unzureichend charakterisiert wären.
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