| An die ersten Jahre ihres Lebens hatte die Frau, welche die deutsche Theaterlandschaft über mehr als sechs Jahrzehnte prägte wie kaum eine zweite, rückblickend nur gute Erinnerungen. Sie sei auf „freier Wildbahn“ groß geworden, erinnerte sich Marianne Hoppe und meinte damit das elterliche Rittergut Felsenhagen in der Ostprignitz. Hier wurde die am 26. April 1909 in Rostock geborene Marianne Stefanie Paula Henni Gertrud Hoppe an den Vormittagen gemeinsam mit den Geschwistern unterrichtet, während die Freizeit ihren beiden Lieblingspferden Vera und Alex gehörte: "Es war traumhaft, ich verlebte eine Bilderbuchkindheit."
Aber die währte nicht ewig. Ab 1924 besuchte Marianne das Königin-Luise-Stift, ein Internat in Berlin-Dahlem, bevor der von den Eltern vorgezeichnete Bildungsweg das junge Mädchen nach Weimar führte. Über der thüringischen Kleinstadt schwebte – damals wie heute – der lange Schatten Goethes und Schillers, und so verwundert es wenig, dass die kunstsinnige Marianne Hoppe viel Zeit im renommierten Weimarer Theater verbrachte. Erstaunlicher erscheint der Umstand, dass es ihr – trotz der hemmungslosen Begeisterung für Schillers "Braut von Messina" und andere große Bühnenereignisse - tatsächlich gelang, an der höheren Handelsschule das gewünschte Examen abzulegen.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |