| Der Ruhm kam spät, aber gewaltig. Als Anthony Hopkins 1991 mit dem Film „Das Schweigen der Lämmer“ einen beispiellosen Welterfolg feierte und für die Darstellung des geistreichen Serienkillers Hannibal Lecter auch noch einen Oscar bekam, war er bereits 53 Jahre alt. Seitdem zählt der gebürtige Waliser zu den Großen seiner Zunft und endlich auch zu den meist Beschäftigten. Doch das war nicht immer so, und wenn Anthony Hopkins Silvester seinen 65. Geburtstag feiert, wird er sicher auch den einen oder anderen Gedanken an die Jahre verschwenden, in denen das Schicksal es weniger gut mit ihm meinte.
Schon seine Kindheit steht unter keinem guten Stern. Der einzige Sohn eines Bäckers, der 1937 in Richard Burtons Heimatstadt Port Talbot geboren wird, ist bei Nachbarn und Schulkameraden schnell als Eigenbrötler verschrien. Und das mit Recht, wie Hopkins heute gelassen zugibt: „Ich war in der Schule eine Katastrophe und so dermaßen asozial, dass ich nie mit den anderen Kindern ausgekommen bin. Außerdem war ich ein schlechter Schüler und hatte nichts im Hirn - also bin ich Schauspieler geworden.“
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