| Zwei Tage seines ereignisreichen Lebens wird Larry Hagman nie wieder vergessen. Im Gedächtnis des Schauspielers hat sich der 21. November 1980 verewigt, als 350 Millionen Zuschauer in 57 Ländern vor den Fernsehgeräten saßen, um endlich zu erfahren, wer auf J.R. Ewing geschossen hatte. Der Privatmann erinnert sich vorwiegend an den 23. August 1995, als ihm im Verlauf einer 16stündigen Operation eine neue Leber transplantiert und damit ein zweites Leben geschenkt wurde.
Beide Ereignisse gehören in der Tat zusammen, denn bei Larry Hagman waren Triumphzüge und Tiefschläge stets zwei gleichberechtigte Seiten ein- und derselben Medaille. Den Weltruhm bezahlte er mit Alkohol- und Drogensucht, Reichtum mit schweren Krankheiten und Erfolg auch noch mit weniger reizvollen Angeboten. Dass er seinen 75. Geburtstag unter diesen Umständen überhaupt erreicht hat, ist deshalb wohl aller Ehren wert.
Am 21. September 1931 wird der robuste Überlebenskünstler im texanischen Fort Worth geboren. Seine Mutter ist die berühmte Schauspielerin Mary Martin, die sich nach einigen Jahren von Staatsanwalt Ben Hagman scheiden lässt und Larry längere Aufenthalte bei der Großmutter beschert. Im Alter von 12 Jahren kehrt der Junge dauerhaft zu Mary Martin zurück und wird Zeuge einer steilen Laufbahn, die vom Broadway nach London führt und den Halbwüchsigen offenbar schwer beeindruckt. Das Problemkind, das frühzeitig mit Nikotin und Alkohol in Kontakt gekommen ist und von sage und schreibe 15 Schulen geflogen sein soll, wird ebenfalls Schauspieler. In London steht er gemeinsam mit Mary in ihrem vielleicht größten Erfolg, dem Musical „South Pacific“, auf der Bühne und bekommt überdies Gelegenheit, mehr Ruhe in sein aufregendes Privatleben zu bringen.
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