| Während Hank Chinaski gerade dabei ist, mit seiner Freundin Sarah die x. Flasche Wein zu leeren, klingelt das Telefon. Am anderen Ende meldet sich der Regisseur Jon Pinchot und bittet Chinaski, ihm ein Drehbuch zu schreiben. Mit wüsten Schimpftiraden lehnt der Schriftsteller ab - bis Pinchot ihm ein Honorar von 20.000 Dollar in Aussicht stellt ... In "Hollywood" (1989) erzählt Bukowski mit staubtrockenem Humor, zynisch und boshaft wie immer eine weitere Episode aus seinem ereignisreichen Leben. Da es diesmal um die Entstehungsgeschichte seines einzigen Filmes "Barfly" (1987) geht, nutzt er die Chance, mit der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gründlich abzurechnen. Kriminelle Geldgeber, halbseidene Produzenten, egozentrische Schauspieler und das von unsäglichen Alkoholmengen getragene Zusammenspiel zwischen Drehbuchautor und Regisseur bringen schließlich einen Film zustande, der nicht unbedingt hätte gedreht werden müssen. Immerhin ist Chinaski/Bukowski davon überzeugt, dass sein Werk den Vergleich mit der cineastischen Dutzendware nicht zu scheuen braucht - und dass dem Publikum sowieso alles egal ist:
"Es hatte etwas Krankhaftes, dieses große Interesse an einem Medium, das ein ums andere Mal mit sturer Beharrlichkeit versagte und nichts Sehenswertes zuwege brachte. Das Publikum gewöhnte sich so sehr an den Scheißdreck, der über die Leinwand flimmerte, daß es schon gar nicht mehr merkte, daß es Scheiße war." Was wäre dem hinzuzufügen?
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