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"Wie man reich wird" Darauf hat die spätkapitalistische Spaßgesellschaft gerade noch gewartet. Denn der unfehlbare Ratgeber, wie man ohne besonderes Talent und kräfteraubenden Einsatz an das ganz große Geld kommt, lag zwar irgendwie in der Luft, aber eben nicht im Buchregal.
Das hat Jeff Fisher nun geändert. Der Illustrator, der nach mehr oder weniger eigenen Angaben als Australier in Paris lebt und "selbst komplett pleite ist", will seinen Zeitgenossen mit ebenso simplen wie restlos überzeugenden Tipps zu gefüllten Geldbeuteln verhelfen. Fisher belässt es nicht bei Evergreens wie "Man wird Lobbyist für eine besonders widerwärtige Sorte von Giftmüll", "Man schläft mit dem Chef" oder "Man investiert in Kunst". Nein, der Zeichner bahnbrechender Alltagsszenen, dessen Bilderklärungen von Harry Rowohlt übersetzt wurden, beschäftigt sich auch mit Rückschlägen, um beispielsweise Menschen zu helfen, die ihre Seele an den Teufel verkaufen, aber dann nicht bezahlt werden. Aber auch für sie endet die lange Wanderung durch das Tal der Tränen irgendwann in einem Land "jenseits der Wolken, allwo man zum Himmelskönig ausgerufen wird, frischen Fisch bekommt, Schokoladenkuchen & soviel Wein, wie man trinken kann ..." Wer kann dazu schon nein sagen?
Jeff Fisher: Wie man reich wird, DVA, 7,90 €
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