| Was genau ist Online-Journalismus, und inwiefern unterscheidet sich das Schreiben für die neuen digitalen Medien vom Arbeiten für die klassischen Formate der Medienwelt, welche das öffentliche Bewusstsein seit Jahrzehnten und im Falle der Printmedien bereits seit Jahrhunderten prägen?
Gabriele Hooffacker, Leiterin der Journalistenakademie in München, hat darauf eine simple, aber in vielerlei Hinsicht überzeugende Antwort. Für Online-Medien schreiben, heiße in erster Linie "mehr als schreiben". Visuelles Denken müsse der Online-Journalist mitbringen, dann aber auch akustisches und filmisches Planen und Gestalten, und überdies sei das "Konzipieren von nichtlinearen Abläufen" eine unabdingbare Voraussetzung für den neuen Berufsstand. Hooffackers Handbuch, das 2004 in einer komplett bearbeiteten Neuauflage erschienen ist, legt entsprechend viel Wert auf Verständlichkeit und Praxistauglichkeit. Sie beginnt mit der Beschreibung von Tätigkeiten und Berufsfeldern, erklärt an gängigen Beispielen online-spezifische Begriffe und Formate, widmet aber auch den juristischen Aspekten, die eine immer größere Rolle spielen, ein umfangreicheres Kapitel.
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