| Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft veröffentlicht aktuelle Forschungen zu Hugo von Hofmannsthal und der Geschichte des Realismus
Mit zwei Bänden dokumentiert die Wissenschaftliche Buchgesellschaft aktuelle Forschungstendenzen zur Literatur des späteren 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dass Hugo von Hofmannsthal nach rund vier Jahrzehnten „Neue Wege der Forschung“ geebnet wurden, entspricht dem gestiegenen Interesse an einem Dichter und Denker, der vor nicht allzu langer Zeit noch fest in den Elfenbeintürmen der Literaturwissenschaft verschlossen schien.
Seit den frühen 90er Jahren hat der Verfasser des „Jedermann“, der „Elektra“ und des „Rosenkavalier“ viele neue Freunde gefunden, die sich mit intertextuellen Bezügen, der Ästhetik des Fragmentarischen oder Hofmannsthals Beziehungen zur Philologie seiner Zeit beschäftigen.
Elsbeth Dangel-Pelloquin, die in Hofmannsthal nicht nur den „wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Literatur der Jahrhundertwende“, sondern insbesondere auch den „bedeutendsten Vertreter des literarischen Wien um 1900“ sieht, versammelt in dieser Aufsatzsammlung Studien aus den Jahren 1991 bis 2005. Sie beleuchten das Werk des großen Dichters unter struktural-psychoanalytischen Aspekten (Rüdiger Steinlein), untersuchen die „Inszenierung des Geschlechts“ am Beispiels des „Rosenkavalier“ (Ursula Renner) und scheuen selbst den Kontakt mit medialen Reflexionsfiguren nicht (Sabine Schneider).
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