| Mit erwartungsgemäß großem Publikumsandrang endete am Wochenende die Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe: Knapp 55 000 Besucher sahen „David Teniers d.J. (1610-1690) - Alltag und Vergnügen in Flandern“, die erste Überblicksausstellung zum Werk dieses flämischen Meisters des 17. Jahrhunderts in Deutschland. Außerordentlich umfangreich und einhellig positiv berichtete die internationale Tages- und Fachpresse über die Präsentation, die rund 150 Exponate von öffentlichen und privaten Leihgebern aus Europa und den USA in Karlsruhe zusammenführte und damit eindrucksvoll den Rang David Teniers’ als des bedeutendsten flämischen Genremalers seiner Zeit dokumentierte. Besonders gewürdigt wurden in diesen Rezensionen die kontinuierliche, konzentrierte Forschungsarbeit, die an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe auch mit solchen Projekten zur Erschließung des eigenen Bestandes geleistet wird, die klare Konzeption der Ausstellung und die einleuchtende Vermittlung im Katalog. Zahlreiche überregionale Besuchergruppen, aber auch auffallend viele Einzelbesucher aus Frankreich nahmen an den stündlichen Führungen durch die Ausstellung teil und die museumspädagogischen Angeboten der Staatlichen Kunsthalle wahr, zu denen auch zwei „Teniers-Nächte“ gehörten. Kindergruppen und Schulklassen wurden durch die museumspädagogischen Erlebnisräume der „Kleinen Teniers-Welt“ an die Geschichte, Lebenskultur und Kunst des 17. Jahrhunderts herangeführt. In den nächsten Tagen werden die Exponate ihre Rückreise antreten. Die Abteilungen niederländischer und altdeutscher Kunst, in deren Räumen die Ausstellung stattfand, werden danach wieder vollständig zugänglich sein. Die nächste große Landesausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ist dem Thema „Matthias Grünewald und Zeitgenossen“ gewidmet und wird Ende 2007 eröffnet.
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