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Christoph Murer: "Reitendes Paar", 1600, Federzeichnung, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Kupferstichkabinett, Foto: Wolfgang Pankoke BIG (83 K) auf Klick Im 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts erlebte die Glasmalerei in den Niederlanden, in Süddeutschland, im Elsass und in der Schweiz eine große Blüte. Zahlreiche bedeutende Zeichner der Zeit – allen voran Albrecht Dürer, Hans Baldung, Tobias Stimmer und Christoph Murer – waren auch als Entwerfer für Glasgemälde tätig. Eine Ursache für diesen Aufschwung war der Brauch, sich gegenseitig kleine Glasbilder zu stiften, um Bündnisse, Ehe-Allianzen oder Freundschaften anzuzeigen. Während sich von den empfindlichen Glasbildern nur wenige erhalten haben, existiert auch heute noch eine große Anzahl an Vorzeichnungen, die eine Vorstellung von der reichen Vielfalt der einstigen Glasgemälde vermitteln. Die Bandbreite der Werke reicht dabei von lavierten Federzeichnungen bis zu linearen Umrisszeichnungen, von Detailstudien bis zu kompletten Arbeitsvorlagen.
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