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Porträts stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausstellung im Kindermuseum. Kinderbildnisse von namhaften, aber auch weniger bekannten Künstlern des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts werden zusammen mit Arbeiten von Kindern ausgestellt. Die Gegenüberstellung wird zeigen, wie die Werke aus dem Besitz der Kunsthalle junge Besucher anregten und beeinflussten. Die Auseinandersetzung mit Kunstwerken bietet die Möglichkeit, alltägliche Themen einmal in völlig neuem Licht zu betrachten. Ganz besonders spannend kann es sein, wenn die eigene Person mit in die Reflektion einbezogen wird. Porträts können hier der Anlass sein, sich einmal intensiv mit sich selbst auseinander zu setzen. Kinder haben unmittelbaren Zugang zu Kunstwerken und teilen sich noch unbefangen mit.
Bildnisse von Kindern eignen sich dabei besonders, die junge Betrachter zu Äußerungen anzuregen – sowohl verbal als auch bildnerisch. Gerade die künstlerische Umsetzung ergänzt nicht nur die Bildbetrachtung nachhaltig, sondern vertieft auch die Begegnung mit der eigenen Person. So wie Kinder sich selbst wahrnehmen oder glauben, von anderen gesehen zu werden, stellten sich die jungen Meister dar: Im Profil oder frontal, als Ganzfigur oder als Büste, aus dem Bild blickend oder in sich versunken oder einfach bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Beeindruckend ist vor allem die Vielfalt der unterschiedlichen Selbstdarstellungen, die oft kritische Sicht auf sich selbst wie ebenso der distanzierte Blick auf das eigene Wesen und dessen Charakterisierung. Unverkennbar treten einem da die Gemalten gegenüber und geben ihren persönlichen Eigenschaften Ausdruck – ja, reduzieren die Darstellung ihrer Person auf das für sie Typische.
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