| Man hörte es bereits am Rauschen im einschlügigen Blätterwald, Cristina Martinez und John Spencer sind zurück. Und plötzlich sind sie everybodies darling, was eigentlich nicht verwundert, ist ihre Musik doch so herrlich unkompliziert und trotzdem nicht so banal, wie ein großer Teil dessen, was täglich auf uns eindröhnt. Veründert haben sie sich trotzdem seit der letzten Scheibe von 1995, aber nicht so dramatisch, wie allgemein dargestellt. Sicher, die Rhythmussektion steht mehr im Vordergrund, die Beats sind abstrakter, aber trotzdem ist es immer noch der gute alte Blues-Trash, den man von Ihnen kennt.
Die Songs gewinnen durch diese soundtechnische Veränderung, kommen sehr abwechslungsreich daher und man hat nicht mehr so sehr das Gefühl neben einigen erstklassigen Songs auch Füllmaterial dargeboten zu bekommen. Wichtigster Bestandteil ist und bleibt die Stimme von Cristina, genau das richtige Maß zwischen Versprechen und Verweigern, daß einen wahnsinnig machen kann. Hieraus bezieht die komplette CD ihren eigentümlichen Reiz, der dazu führt, daß man sie immer wieder gerne hört. Hinzu kommen die geilen Gitarren und die schrügen Orgelsounds, das Ganze strotzt nur so vor Energie. Auch ein Merkmal, daß das Album mit dem Vorgänger gemeinsam hat, dieser eignete sich jedoch eher zum Aggressionsabbau, während "Whiteout" eher zum Genießen taugt. Die besten Stücke sind vorerst "Whiteout" und "Nursery rhyme".
Boss Hog, Whiteout, EMI, 16,99 €
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