| Diese CD liegt eigentlich schon ein paar Monate bei mir herum und ich höre sie zwar ziemlich oft, doch auf die Idee eine Kritik darüber zu schreiben bin ich bisher nicht gekommen. Der Auslöser jetzt doch darüber zu schreiben war ein Konzert von Hipkiss Mitte Mai in Karlsruhe. Eigentlich bin ich eher durch Zufall dort gelandet, weil ich in einem Plattenladen Freikarten bekommen habe. Um es kurz zu machen, das Konzert war hervorragend, da standen fünf Musiker auf der Bühne denen es sichtlich Spaß machte das Publikum zu unterhalten und die trotzdem überrascht waren von den euphorischen Reaktionen eben dieses Publikums. Ich frage mich immer, warum solche Acts wie Hipkiss zuerst vor vielleicht 200 oder 300 Leuten spielen müssen, bis sie irgendwann mal bekannter werden.
Grundsätzlich ist die Musik von Hipkiss sehr triphoplastig aber die meisten Songs haben eine eher jazzige oder auch chansoneske Ausprägung. Teilweise, z.B. beim Song "Turned on" grooved das Ganze aber auch ganz schön. Die unterschiedliche musikalische Vorgeschichte der beiden Hauptakteure, Sängerin Catherine Mather und Gitarrist Andy Campbell ist deutlich herauszuhören. Sie sang früher Musicals und er spielte in Gitarrenbands. Aber Hipkiss haben es geschafft diese Elemente schlüssig und unterhaltsam zuverknüpfen. Es macht einfach Spaß zuzuhören und schon nach dem ersten Mal ertappt man sich dabei die Melodien nachzupfeifen. Trotz der eher ruhigen Grundstimmung ist die Platte nicht übermäßig melancholisch sondern eher entspannt und die wirklich schöne Stimme von Catherine Mather trägt viel zum angenehmen Gefühl bei, das sich beim Hören der Platte einstellt.
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