| Attica Blues machen TripHop in einer sehr traditionellen Art, denn sie erinnern eher an "Blue Lines" das 91er Werk von Massive Attack, als an das was seit 1994 mit Portishead, Tricky und ähnlichem veröffentlicht wurde.
Teilweise reichen die Wurzeln in den Songs sogar bis zu Soul to Soul zurück, die mit ihrer Musik aus meiner Sicht als Vorreiter für das gelten dürfen, was später als TripHop bekannt wurde. Zusätzlich ist bei einigen Songs deutlich ein jazziger Anteil herauszuhören, ähnlich wie früher bei Working Week. Sehr großen Wert haben Attica Blues auch auf die Melodien gelegt. Fast jeder Song setzt sich fast unmittelbar im Ohr fest und ist nur schwer wieder rauszubekommen. Trotzdem hat das Album Langzeitwirkung und wird nicht schon nach dem dritten Mal hören langweilig. Getragen werden die Songs von der einprägsamen Stimme der Sängerin die ihnen einen leicht orientalischen Touch verleiht. Hinzu kommt, daß die Songs richtig grooven. Attica Blues haben eine sehr abwechslungsreiche Platte gemacht, die weit aus dem tristen TripHop Allerlei herausragt und die man immer wieder gerne auflegt, wenn man sich seiner eigenen Schwermut hingeben will.
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