| Wird Robert Howard noch zum Workaholic? Kaum ein Jahr nach seiner letzten Platte„Realms of gold" veröffentlicht er mit „Other folk" eine neue CD. Und das, nachdem wir jahrelang auf ein Lebenszeichen warten mußten. Der Name der Platte ist fast Programm, wobei der Schwerpunkt von „Other folk" im Gegensatz zu dem auf „Realms of gold", der bei britischem und irischem Folk lag, eindeutig auf amerikanischem Folk bis hin zu Country-Anleihen liegt, die Grundstimmung der Platte ist eher melancholisch. Dazu hat Robert Howard fast ausschließlich Coverversionen von Songs von Bob Dylan, Marc Bolan, Ed Kuepper und Curtis Mayfield aufgenommen. Hierbei handelt es sich um recht unbekannte Songs dieser bekannten Meister, so daß es mir schwerfällt zu sagen, wie nah der Doktor den Originalen gekommen ist und ob er deren Aussage richtig getroffen hat.
Mir jedenfalls gefallen die Interpretationen sehr gut und obwohl das Konzept eher darauf schließen ließe, daß die Platte etwas einseitig werden würde, ist sie sehr abwechslungsreich geworden. Hinzukommt, daß mich die Stimme von Robert Howard noch immer sehr anspricht. Dies ist seit den Zeiten der Blow Monkeys so, er bringt einfach unheimlich viele Emotionen rüber. Die eigenen Songs sind den Coverversionen übrigens mindestens ebenbürtig und fügen sich nahtlos in den Rahmen ein. Übrigens stimmt „Other Folk" nicht ganz, teilweise gehen die Songs ganz stark in Richtung Blues und auch dort gibt der Doktor eine sehr gute Figur ab.
Dr. Robert: Other Folk, Eastcentra, 16,99 €
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