| Renate Koch Renate Koch über ihre ArbeitEin Zeichen kann der Verweis auf einen Vorgang aus der Vergangenheit sein oder eine Geschichte, die stattgefunden hat. Solch ein Bild aus der Vergangenheit hat klare Konturen in der Erinnerung und lebt für sich selbst. Es beeinflußt ein neu entstehendes in der Gegenwart und wird auch jedes zukünftige beeinflussen.
"ÜBER DIE", 1997 Eine Skulptur oder ein Bild bestehen auf der einen Seite aus ihren Einzelteilen oder einzelnen Formen, aus denen sie zusammengesetzt sind und die ihr eigenes Leben haben; auf der anderen Seite kommt die Bewegung des Betrachters hinzu, die das Bild in sich verdichtet. So wird jeder Bildgegenstand, der für sich steht, durch die Bewegung eines Gegenübers vervielfältigt. Daraus ergibt sich ihre eigene Lebendigkeit, eine Fragestellung an den Umraum, an den Gegenstand und an ihre Wechselwirkung untereinander.
Der Schritt von der Bild(er)findung zum Bild ist verbunden mit der Art einer Bewegung, der Beobachtung, der Zeit, der Sprache, aus einem erlebten Moment heraus. Von innen und von außen, von gesagt und ungesagt, von gezeigt und ungezeigt, von versteckt und öffentlich, von bewußt und unbewußt.
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