| Ralf Wirz: E-Mail: Restprodukt@gmx.de
Ralf Wirz ist nicht zu fassen, so jedenfalls der zweite Eindruck, den ich von diesem jungen Künstler gewonnen habe.
Und dies aus vielen Gründen; der offenkundigste ist: Ralf Wirz ist nicht allein – er ist gewissermassen der Sprecher, das Aushängeschild einer kleinen Künstlergruppe, die aber im Hintergrund agiert, ihm zuarbeitet, während er dann die Kunst präsentiert – meist in Form von Environments, bei denen theatralische Bühnen- oder besser: Raumgestaltung und Text und Geschichte zu einer Einheit gebracht werden, die schlechterdings erlebenswert ist.
Ralf Wirz , 2011 © Foto: Pietro Pellini Was mir,um mal in die Reihe zu kommen, Anfang Juni 2011 in Ulm passiert ist: Ebendort nämlich war die Ausstellung der TOP11-Meisterschüler der Karlsruher Kunstakademie; die ja von Jahr zu Jahr immer woanders ihre Meisterschüler präsentiert… In Ulm hatte Ralf Wirz einen der Ausstellungsräume atmoshpärisch komplett neu gebaut: provisorisch wirkende Wände aus Holzgestellen, tapeziert mit Papierfahnen, die jeweils beschrieben waren mit Texten von Franz Horath, einem der erwähnten Künstlerkollegen von Ralf.
Die künstlerische Absicht ist es offenbar, den Betrachter mit der verdichteten Atmosphäre in die Innensicht der Geschichte und der handelnden Personen (Franz Horath und das Mädchen Laura) zu involvieren: Man betritt den Raum und damit den Kopf des leidenden Franz.
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