| Peter GatherMarienstraße 29, 76137 Karlsruhe, Fon: 358420
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Trennen ist Verbinden - zur Arbeit von Peter Gathero.T., (bits im Internet, FormaT: 8653 bytes x 8 bits), 2001
Bei einem Kunstwerk bedeutet o.T. aus Künstlersicht ungefähr Folgendes: "Ich gebe nichts vor, keine Bedeutung, keinen Interpretationsansatz, das Werk steht für sich, bereit zur Kommunikation mit dem Betrachter, dem es sonst zu leicht gemacht würde, den man womöglich auf eine falsche Fährte setzen würde." Nun wollen wir hier aber keine Kunst produzieren, sondern gemeinsam versuchen, der Kunst Peter Gathers näher zu kommen.
Nun denn: meine eigene Fährte habe ich vor fünf Jahren aufgenommen; im Sommer 1996, beim Badischen Kunstverein Karlsruhe, erlebte ich erstmals Gathers Arbeit. Außergewöhnlich auf jeden Fall, doch was sagt das schon. Provokativ? Nicht wirklich, es geht, scheint mir, um mehr. Auffällig wirken die Exponate, unkonventionell, scheinbar auch durchaus gegen das gerichtet, von dem sie sich abgrenzen. Weder "richtige" Bilder noch "normale" Objekte - die Arbeiten passen in keine Schublade; sie widersprechen.
So mein erster Eindruck von den Peter Gathers Arbeiten. "Rubberworks", Gummiarbeiten, ohne Titel, aber nummeriert. Auf den ersten Blick, von weiter weg, könnte man für Bilder halten, was beim Näherkommen eher objekthaft anmutet; die Flächigkeit, die noch da ist, ist Ober-Fläche, selbst strukturiert durch ein Flechtmuster aus Gummistreifen. Gemalt ist hier nichts; auch die Farbe ist die, die das Material mitbringt.
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